Notrufzentrale

Alarmempfangsstelle nach EN 50518

Die Leitstellen-Norm

Notruf- und Serviceleitstellen (NSL) bzw. Notrufzentralen sind ständig besetzte Stellen, die Notrufe, Alarme, Warnungen, Meldungen und Informationen von Gefahrenmeldeanlagen empfangen, verifizieren, bearbeiten und weitere entsprechende Maßnahmen (gemäß Interventionsplan) einleiten.

Anbindung eines Aufzuges an die Notrufzentrale

Die Betriebssicherheitsverordnung fordert in Anhang 1, Punkt 4.1* die permanente Erreichbarkeit eines Notdienstes. Mit Lift eye-P erfüllen Sie Ihre Betreiberpflicht. Das Zweiwege-Kommunikationssystem stellt den dauerhaften Sprechkontakt zwischen eingeschlossenen Personen und einer ständig besetzen Notrufzentrale her.

Notrufbearbeitung von Lift eye-P Notrufsystemen durch die Notrufzentrale

Die Betriebssicherheitsverordung fordert die permanente Erreichbarkeit einer Notrufzentrale.

Mit Lift eye-P erfüllen Sie Ihre Betreiberpflicht und darüber hinaus erhöhen Sie Sicherheit der Fahrgäste in Ihrem Aufzug. Durch die All-IP – Technologie ist das Notrufsystem online mit der ständig besetzten Notrufzentrale verbunden und nutzt die modernen, digitalen Kommunikationswege der Netzbetreiber. Bedarfsgesteuerte Wahlvorgänge in das analoge Fernmeldenetz gehören der Vergangenheit an.

Lift eye-P Leitstelle

Ablauf eines Notrufs

Betätigung des Notruftasters

Durch Betätigung der Notruftaste in der Kabine wird ein Notruf aktiviert. Durch das Drücken des Notruftasters von mindestens 3 Sekunden wird Missbräuchen vorgebeugt.

Identifizierung des Notrufs

Eingang des Notrufes und eindeutige Identifizierung des Notrufes in der Notrufzentrale.

Gespräch mit Fahrgast

Ein Gespräch mit dem eingeschlossen Fahrgast und dem geschulten Bedienpersonal der Notrufzentrale wird hergestellt. Zu diesem Zeitpunkt können zusätzlich, zur Verifizierung der Notsituation, Livebilder aus der Kabine durch die Notrufzentrale abgerufen werden. Eine neuerliche Sprechverbindung zwischen Fahrgast und Notrufzentrale ist jederzeit möglich.

Einleitung der Intervention

Geprüfte Einsatzfahrer werden von der Notrufzentrale mit der Personenbefreiung beauftragt und zum Objekt entsendet.

Notrufzentrale meldet Fahrgast rück

Die Notrufzentrale meldet sich beim Fahrgast in der Kabine zurück und informiert, dass Hilfe bereits unterwegs ist und hält den Eingeschlossenen auf dem Laufenden.

Einsatzfahrer vor Ort

Der Einsatzfahrer ist über die Gegebenheiten vor Ort in Kenntnis, nimmt Kontakt mit dem Fahrgast auf und führt die Personenbefreiung professionell durch. Anschließend wird der Aufzug außer Betrieb genommen.

Ende der Personenbefreiung

Der Einsatzfahrer informiert die Notrufzentrale über die Befreiung des Fahrgastes aus der Kabine und leitet das Notrufende ein.

Verständigung des Anlagenbetreibers

Der Anlagenbetreiber und das zuständige Aufzugsunternehmen werden verständigt. Im Alarmmanagementsystem der Zentrale wird der Fall durch das Bedienpersonal geschlossen. Alle Informationen sind von der Leitstelle erfasst und elektronische gespeichert.

Alarmempfangsstelle gemäß EN 50518

Aufzugsnotrufsysteme dienen dem Schutz und der Sicherheit von Personen, die wegen technischen Störungen im Aufzug eingeschlossen sind und Hilfe benötigen (Personennotbefreiung). Durch Betätigung des Notrufknopfes wird eine Sprechverbindung mit der Alarmempfangsstelle hergestellt.

In Alarmempfangsstellen (AES), gemäß EN 50518 Kategorie II, findet der Empfang, die Verarbeitung und die Einleitung von Interventionen statt. Diese europäische Norm legt die Mindestanforderungen in baulicher, technischer und organisatorischer Hinsicht fest und wird jährlich von einer akkreditierten Prüfstelle zertifiziert.

Alle technischen Einrichtungen einer AES sind kritischer Infrastruktur zuzurechnen. Sie sind redundant auszuführen, um die höchstmögliche Verfügbarkeit zu erreichen. Eine Alarmempfangsstelle kann als Alarmprovider auftreten und über Schnittstellen Meldungen an Interventionsstellen weiterzugeben.

Durch Notrufverifizierung und Teilautomatisierung von Standardprozessen wird das Bedienpersonal der AES entlastet, der Meldungsdurchsatz erhöht und die Fehlerquote reduziert.

Die AES ist rund um die Uhr besetzt und verfügt über ein Alarmmanagementsystem (AMS), in dem Kundendaten verwaltet werden. Neben Alarmen und Notrufe werden auch die aufgeschalteten Systeme und deren Kommunikationswege überwacht. Technische Störungen der Systeme werden erkannt und an die zuständige Serviceabteilung zur Bearbeitung weitergeleitet bzw. automatisch verteilt.

Das AMS dokumentiert den Sicherungskreis mit Zeitstempeln, unveränderbar, lückenlos in Fällen, von der Notrufauslösung bis zum Ende. Die Notruf-Dokumentation beinhaltet die Meldungen, die geführten Gespräche sowie die Videobilder, als auch die Intervention.

Lift eye-P Leitzentrale